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Nach drei Stunden Fahrt kamen wir am Hotel an. Wir würden dort einmal übernachten und erst am nächsten Tag war das Konzert. Ich war froh darüber, dass es nicht heute war, denn ich wollte den ganzen Abend nur mit Bill verbringen. Wir hatten uns gerade etwas im Zimmer eingerichtet, Bill und ich wollten uns natürlich eines teilen, was zu einer kurzen Diskussion mit David, dem Manager geführt hatte, denn Bill braucht ja so viel Ruhe, um fit zu sein, als die anderen drei reinkamen und uns fragten, ob wir nicht Lust hätten mit ihnen zusammen die Stadt unsicher zu machen. Ich sah Bill fragend an, Lust hatte ich wirklich keine, aber das wollte ich nicht sagen. Bill schien in dieser Hinsicht genauso zu denken wie ich, denn er antwortete, dass wir wohl eher was alleine machen würden. “Na dann mal viel Spaß”, sagte Tom grinsend, dann zogen sie los.
Als sie draußen waren, setzte ich mich auf mein Bett - der Manager hatte es doch tatsächlich fertig gebracht, uns ein Doppelzimmer mit getrennten Betten zu buchen - und fragte Bill: “Und was jetzt?” “Weiß nich”, sagte er grinsend, kam näher und setzte sich dann vor mir auf den Boden. Ich zog ihn zu mir hoch und küsste ihn. “Ich hab dich in den letzten zwei Wochen so sehr vermisst. Das war wirklich eine super Idee. Darauf wär ich nie gekommen. Und erst recht hätte ich nie damit gerechnet, dass ich mitdarf. Ich bin so froh!” “Ich auch”, sagte Bill. Wir küssten uns wieder. “Ich auch”, sagte Bill noch mal, dann stand er auf. “Was hältst du von Kino?” “Super!” Er nahm meine Hand und so gingen wir. Zum Glück war das Kino gleich um die Ecke von unserem Hotel. Während ich für Karten und Popcorn anstand, verschwand Bill auf die Toilette. Er hatte keine Lust tausende Autogramme an unserem ersten gemeinsamen Abend schreiben zu müssen. Auf dem Weg zum Kinosaal ging ich dann an den Toiletten vorbei, rief nach Bill und er kam raus. So gingen wir dann zusammen, Bill hinter dem Popcorn versteckt, zu unseren Plätzen. Zum Glück wurde es auch schon gleich dunkel. Bill und ich saßen in einem so genannten Päarchensitz, das heißt, es war keine Lehne zwischen uns drinnen. Das mussten wir doch gleich ausnutzen. Wir kuschelten uns so dicht aneinander, dass eigentlich auch ein Platz für uns beide gereicht hätte.
Der Film war langweilig, oder zumindest kam er mir so vor, denn viel bekam ich wirklich nicht davon mit. Bill und ich hatten besseres zu tun *g*. Das der Film aus war, bekamen wir erst mit, als uns ein Aufseher kam, um uns rauszuscheuchen. Vielleicht war es auch ganz gut so, dass wir das Ende verpasst hatte, so war das Kino schon recht leer und Bill konnte es unerkannt wieder verlassen.
Wir gingen zurück zum Hotel und direkt in den Essenssaal. Hier konnte sich Bill offen zeigen ohne befürchten zu müssen, dass gleich Unmengen von kreischenden Fans angerannt kamen, denn dort wohnten so gut wie nur Erwachsene. Wir suchten uns an dem großen Buffet unser Essen zusammen und gingen dann an einen der abgelegeneren Zweiertische. Als wir fertig waren, sagte ich zu Bill: “So jetzt hast du die einmalige Chance mich besser kennen zu lernen, wie du es wolltest. Ich warte auf Fragen!” Bill sah mich an und grinste. “Ich weiß aber keine." “Aber irgendwas wirst du doch wohl von mir wissen wollen, oder?” “Ja, schon…” antwortete er und grinste noch mehr. “Na also und was ist das?” “Hm”, sagte Bill, stand auf und zog auch mich hoch, “lass uns das lieber mal nicht hier besprechen…” Grinsend lief ich hinter ihm her.
Schon auf der Treppe nach oben zu unserem Zimmer fiel Bill über mich her. “Warte noch, wir sind ja gleich da!” “Ich kann und ich will aber nicht”, antwortete er selbstsicher. Ich machte mich lachend los und rannte vor ihm her zu unserer Zimmertür. Kurz davor holte er mich wieder ein, drückte mich gegen die Wand und küsste mich wild. Ich schob ihn Stückchen für Stückchen Richtung Türe. Und immer noch küssend kamen wir schließlich an. Bill suchte nach dem Schlüssel. Er fand ihn und steckte ihn, mich immer wilder küssend, ins Schlüsselloch und schloss auf. Die Tür öffnete sich und - “AAaaaahhhhhhhhh!!!”

Bill hatte mich so sehr gegen die Türe gepresst, dass ich, als sie aufgegangen war, das Gleichgewicht verloren hatte und rücklings durch den Türrahmen gefallen war. Bill, der immer noch an mich geklammert war, kam mir hinter her geplumpst direkt auf mich drauf, als ob mein eigener Aufprall nicht schon hart genug gewesen wäre. Ich zuckte unter dem plötzlichen Gewicht zusammen. Bill flüsterte mir “Sorry” ins Ohr, dann küsste er michwieder und aller Schmerz war vergessen. Wir krochen langsam weiter ins Zimmer und ich holte mit einem Bein aus, um die Zimmertür zuzuschlagen, die immer noch sperrangelweit offen gestanden hatte.
Ich spürte, wie Bills Hand langsam und vorsichtig unter mein Top rutschte. Das fühlte sich gut an. Er schob es Stück für Stück weiter hoch, bis er es mir schließlich ganz ausziehen konnte. Dann setzte er sich auf und zog sein eigenes T-Shirt aus. Ich nutzte die Chance, um noch ein Stück weiter ins Zimmer zu rutschen. Er kam mir langsam nach, bis ich nicht mehr weiter kam, weil ich am Bett angekommen war. Dort wartete ich auf ihn. Er küsste mich wieder, dann hob er mich hoch und legte mich auf das Bett. Sein Gesicht näherte sich wieder meinem, ich wollte ihn küssen, doch *JJ Ich bin nich ich wenn du nich bei mir bist… JJ*. Das war mein Handy. Eigentlich wollte ich es ignorieren und mit Bill weiter auf dem Bett bleiben, aber der Anrufer gab nicht auf, so dass ich schließlich genervt aufstand und ranging. “Hallo?” Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, dass auch Bill aufstand und zu mir rüberkam. “Hallo, mein Schatz. Ich hoffe wir stören nicht?” Bill war inzwischen wieder dabei meinen Hals zu küssen, auf eine Art und Weise, dass es mir sehr schwer fiel, mich auf den Anruf zu konzentrieren. Und so dauerte es auch eine ganze Weile bis ich drauf kam, wer da am anderen Ende der Leitung war. “Ähm … Mama? Papa?” Ich schubste Bill weg. Das ging ja grad mal gar nicht. Die fanden auch immer den passensten Moment, um anzurufen. “Stören wir gerade?” “Aber nein, ihr doch nicht!” Bill warf mir einen entsetzten Blick zu, doch ich zuckte nur mit den Schultern und drehte mich von ihm weg. “Was machst du denn gerade?” Hörte ich Misstrauen in ihrer Stimme? “Ich war gerade mit Bill und den anderen Essen, wir sind gerade zurückgekommen.” Bill war inzwischen um mich rumgegangen, hatte sich vor mir aufgebaut und warf mir einen weiteren Blick zu, den ich aber auch ignorierte. Er kam näher zu mir. Dann hörte ich wieder eine Eltern. “Wir wollten auch nur wissen, ob du gut angekommen bist. Der Manager meinte, ihr würdet ungefähr um die Zeit da sein.” “Ja lief alles super!” “Und wie ist dein Zimmer?” “Auch super. Alles schön und bequem, hab aber leider ein Einzelbett, ist etwas klein und schmal.” Ich meinte von einiger Entfernung ein leises, erleichtertes “Gut” zu hören, ging aber nicht darauf ein. Ich kannte meine Eltern ja. Sie dachte total konservativ. Bill war währenddessen schon wieder dabei meinen Hals zu vernaschen, also sagte ich schnell: “Ich muss jetzt leider Schluss machen, wir wollen noch ins Kino Macht euch keine Sorgen, es ist alles in Ordnung.” “Gut, aber sei trotzdem vorsichtig, ok?” “Ja, klar, immer. Byebye.” Damit legte ich auf. Oh man, das war ja echt mal wieder super. Ich war einen halben Tag weg und sie machten sich schon wieder irre Sorgen und mussten mich kontrollieren. Vertrauten sie mir etwa nicht (mehr)? Ich war genervt und ging von Bill weg, um mich auf mein Bett zu setzen. Ich hoffte, er würde mich verstehen. Das tat er. Sei bei ihm am Anfang ganz genauso gewesen, aber es würde mit der Zeit besser. “Find ich übrigens süß, dass du einen Klingelton von uns hast”, fügte er hinzu. “Ja, ist mein Lieblingslied!” sagte ich und zog ihn wieder zu mir und er setzte sich neben mich. “Und wie geht’s jetzt weiter? Also mit der Tour?” “In den zwei Wochen, die du jetzt dabei bist bleiben wir in Deutschland und touren durch die größeren Städte, normal eben. Und wenn du wieder weg bist, viel zu bald wahrscheinlich, gehen wir ins Ausland. “ “Ja kann man nichts machen. Aber wir werden ganz viel telefonieren und E-Mail schreiben, ok?” “Ja, aber jetzt lass uns bitte nicht schon vom Ende reden.” Dafür war ich auf jeden Fall auch, es würde sowieso viel zu bal kommen. Wir ließen uns nach hinten ins Bett fallen, kuschelten uns ganz nah aneinander - war ja fast kein Platz da - und schliefen ein.